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München, 13. Oktober 2026. Der Gasteig ist für Tausende Münchnerinnen und Münchner ein Ort der Erinnerungen – erste Konzerte, lange Bibliotheksnachmittage, Gespräche im Foyer. Wenn das Haus jetzt für die Generalsanierung geräumt wird, soll sein bewegliches Inventar nicht einfach auf dem Müll landen. Zwei Auktionsformate - online und live - tragen dazu bei, sowohl wertvolle Ressourcen zu schonen als auch ideelle Werte zu bewahren. Liebhaber und Kenner können sich ein Stück bayerische Postmoderne nach Hause holen.
Der Gasteig ist eines der größten Kultur- und Bildungszentren Europas und soll fit für die Zukunft gemacht werden. Doch bevor der erste Bauarbeiter anrückt, müssen nicht nur sämtliche Anschlüsse für Fernwärme, Strom, Wasser, Gas und Telekommunikation stillgelegt werden. Auf rund 90.000 Quadratmetern befindet sich auch Inventar wie Stühle, Lampen, Regale, Sessel, Schilder oder Kleiderhaken. Die MRG, Bauherrin der Generalsanierung und 100-prozentige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München, führt diese Gegenstände nun einem mehrstufigen Nachverwertungsprozess (Re-Use) zu. Der Erlös fließt unmittelbar zurück in das Projekt. Los geht es am 15. Oktober mit einer Online-Auktion auf www.restlos.com.
Graue Energie einsparen
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Ein wichtiges Ziel der Generalsanierung ist es, möglichst viel graue Energie zu sparen – jene Energie, die in Herstellung, Transport und Entsorgung von Materialien steckt. 80 Prozent der Gebäudesubstanz bleiben daher nach dem Entwurf von Henn Architekten erhalten – das spart rund 40.000 Tonnen CO₂. Und auch im Inneren gilt das Erhaltungsprinzip – etwa für die Ziegel oder einen Teil der Saalbestuhlung. Selbst die große Orgel der Philharmonie verlässt das Haus nur vorübergehend. Bauteile wie Trennwände, Türen und ähnliches kommen zudem aktuellen städtischen Bauvorhaben zugute. Alles andere wartet jetzt auf eine neue Nutzung.
Erinnerungen bewahren
Der Gasteig ist nicht irgendein Gebäude: Er ist eines der monumentalsten deutschen Großprojekte der Postmoderne. Mit den roten Backsteinen, den geschwungenen Handläufen, den weichen Sesseln und dem warmen Licht gilt er heute als Retro-Ikone. Architektur, Design und Materialität bilden gemeinsam mit den Geschichten und persönlichen Erinnerungen, den musikalischen Highlights, aber auch den alltäglichen Begegnungen aus knapp vier Jahrzehnten Kulturbetrieb den ideellen Gehalt des Hauses. Das Re-Use-Konzept soll helfen, diesen Gehalt weiterleben zu lassen.
Zwei Auktionen – ein Zweck
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An der Online-Auktion können sowohl gewerbliche Kunden und Großabnehmer – von der Gastronomie bis zum Ladenbau – als auch Privatpersonen teilnehmen. Das Startgebot liegt jeweils bei einem Euro. In einem zweiten Schritt öffnet der Gasteig selbst seine Türen: Voraussichtlich noch im November 2026 bringt ein professionelles Auktionsteam ausgewählte Gegenstände unter den Hammer – darunter Spiegel, Lampen und Sessel. Bei dieser Gelegenheit können sich interessierte Münchnerinnen und Münchner direkt vor Ort ihr persönliches Erinnerungsstück sichern. Alle Details und Abläufe der Live-Auktion werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Das Ausräumen und Nachverwerten macht den Weg frei für die erste Baumaßnahme: die Befreiung des Gasteig von schädlichen Baumaterialien. Diese so genannte „vorgezogene Schadstoffsanierung“, die vor der eigentlichen Sanierung stattfindet, vermeidet unkalkulierbare Risiken für den späteren Bauunternehmer und schützt so die Stabilität des Projekts. Voraussetzung ist allerdings ein leeres Gebäude.
INFO-BLOCK
Online-Versteigerung
· Wann? 10.26 bis 3.11.26
· Wo? Unter diesem Link auf restlos.com (live ab 15.10.)
· Startgebot? 1 Euro
· Was wird versteigert? Bestuhlung, Möblierung, Regale, Bilderrahmen u.v.m.
Live-Auktion vor Ort
· Wann? November 2026
· Wo? Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München
Info? Separate Pressemitteilung folgt rechtzeitig
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